Studentenleben – So ist es wirklich

So, jetzt bin ich es nun auch endlich und das tatsächlich schon seit genau 3 Monaten: Eine waschechte Studentin! Aber was ist eigentlich typisch Studentin oder typisch Student? Sind das tägliche feiern gehen und der Ernährungsplan, der nur aus Fertiggerichten besteht nur ein Gerücht, oder sieht’s so tatsächlich aus?

 

Natürlich bekommst du hier nur einen kleinen Einblick davon, wie mein persönliches Studentenleben und das meines Umfeldes aussieht, was natürlich von Student zu Student noch einmal individuell unterschiedlich abläuft. Aber ich finde, einige Punkte sind doch so amüsant, dass es schade wäre, wenn ich sie nicht mit dir teilen würde! 😉

 


1.Schlafrhytmus

Ahh… da taucht auch schon Problem Nummer 1 auf! Da hat man es so lange Jahre geschafft, täglich schon aus den Federn gesprungen zu sein, bevor der kleine Zeiger an der sieben entlanggewandert ist, und plötzlich kommen einem die zehn Uhr Vorlesungen schon verdammt früh vor! Warum gibt es denn auch so viele Ablenkungsmöglichkeiten, die einen quasi zum wach bleiben zwingen? Naja, aber man kann’s auch positiv sehen, und so kann ich nach meinen ersten Monaten Studentenleben auch schon langsam mit meinem Serien-Fachwissen glänzen! 😉

 

2.Thema: Finanzen

Und da wäre auch schon Problem numero 2. Bevor ich hier irgendwie anfange zu meckern muss ich echt sagen, dass ich verdammt froh sein kann, mit allem ausgestattet zu sein, was man braucht und ich dafür echt dankbar bin, aber, was gewisse Extras und die Würze an Lebensqualität angeht, kann man schon sagen, dass man als Student doch häufiger vor dem Problem steht, dass man entweder genug Zeit und nicht genug Geld, oder eben genug Geld, aber dann zu wenig Zeit hat. Da kann die Wahl zwischen Kellnern oder jeden Cent umdrehen schon mal zur Lebensfrage werden! 😀 Aber, wenn man das mit etwas Humor sieht, dann macht’s sogar manchmal fast Spaß sich selber zu herauszufordern an den richtigen Ecken zu sparen…und als Student bekommt man ja glücklicherweise bei vielen Veranstaltungen oder Erlebnissen reduzierte Preise, was sehr gelegen kommt!

 

3.Ernährung

Vielleicht sollte ich mich langsam von dem Wort „Problem“ distanzieren und die Punkte eher als Herausforderung deklarieren, damit hier kein falscher Eindruck entsteht, das Studentenleben sei eine einzige Qual. 😀 (das ist es wirklich nicht meine Lieben, ich kann für mich persönlich echt nur sagen, dass ich es mit all seinen Ecken und Kanten unglaublich liebe!) Aber ja, zurück zum Essen. Da kommt man von Zuhause, wo man am Wochenende ein Prinzessinenfrühstück nach dem anderen verspeiste, ein prallgefüllter Obstkorb mit Papayas, Mangos und Passionsfrüchten jeden Tag erwartungsvoll in der Küche auf einen wartete…und jetzt steht man selber im Supermarkt: Warum sind denn die ganzen exotischen Obstsorten so verdammt teuer und brauchen wir den Smoothie wirklich, oder sollten wir lieber komplett auf Leitungswasser umsteigen? Ein Glück, dass es die Mensa gibt, die zwar niemals ansatzweise an das Essen von Zuhause herankommen wird, die uns aber wenigstens ermöglicht eine warme Mahlzeit am Tag zu verdrücken, ohne dass man sich in seinem ohnehin schon von morgens bis abends getakteten Tag noch großartig lang in die Küche zu stellen brauch.

 

4.Lernen

Zunächst sollte ich schon einmal vorwarnen, dass ich ja noch Ersti bin. Denn wie ich erfahren habe, schießen eine Großzahl der Erstsemester, in ihrer Panik, nicht genug fürs Studium zu tun, was das Lernen und Panik machen angeht dezent über das Ziel hinaus. So zumindest die Aussage vieler erfahrener höherer Semester. „Super!“ dachte ich mir da, wenn man sich ja gar nicht so viele Sorgen über die Pflichtfächer machen muss, dann wähle ich mir direkt im ersten Semester einfach noch zwei weitere Vorlesungen, ein praxisbezogenes Seminar und einen Sprachkurs dazu. Das ist tatsächlich kein Witz. 😀 (Ich weiß, ich bin verrückt 😀 ) Aber ich kann, jetzt, wo sich das Semester dem Ende zuneigt, sagen, dass es wirklich machbar war, und mich tatsächlich auch für meine normalen Fächer nochmal motiviert hat, weil man etwas Abwechslung bekommen hat und außerdem unterschiedliches Fachwissen, was auch in den Pflichtvorlesungen thematisiert wurde. Sogar eine Prüfung habe ich schon überlebt! Aber ohne meine Lerngang wäre ich wohl auch schon längst in die größten Panikzustände verfallen – eine tolle Lerngruppe ist wirklich Gold wert!!

 

5.Wohnung und Haushalt

Hier lauert wohl noch so ein Punkt, der wohl eher unter die Herausforderungen fällt. Besonders, wenn man wie ich ein kreativer Geist ist, und die Familie zu Weihnachten mit ganz besonderen selbstgemachten Kleinigkeiten beglücken möchte. Ordnung in einer Wohnung, die man kurzerhand zu einer neuen Werkstatt inklusive Sägen und allem drum und dran umfunktioniert hat? Quasi unmöglich! Aber hey, jeder braucht ein bisschen Übung und Eingewöhnung und es ist ja schließlich noch kein Meister vom Himmel gefallen! Bisher habe ich auch tatsächlich erst ein einziges Mal die strahlend weiße Wäsche in ein zartes rosa verwandelt, weil sich ein rotes Küchentuch irgendwie in die helle Wäsche verirrt hat…und da muss man doch echt fairerweise sagen: Das geht doch echt noch schlimmer!

 

6.Vorlesungen und Anwesenheitspflicht

Ach ja, meine lieben Freunde. Wir leben im Zeitalter der Technik. Das hat nicht nur den Kontaktweg beschleunigt, das hat auch dazu geführt, dass mittlerweile ganz viele Vorlesungen im Internet hochgeladen werden. Ob das jetzt gut oder nicht gut ist, bleibt jedem selbst zu beurteilen. Ich kann nur sagen, dass es eine sehr große Verlockung darstellt, wenn das warme Bettchen einen an so einem frostig kalten Wintertag gar nicht gehen lassen möchte. Ach ja, und wenn dann noch die Anwesenheitspflicht gar nicht kontrolliert werden kann, weil die Studierendenzahl aus allen Nähten platzt, dann wundert’s einen auch wenig, wenn sich in der Woche vor Weihnachten schon von Tag zu Tag die besetzten Plätze immer mehr lichten.

 

7.Freizeit und Feierkultur

Ich muss echt sagen, ich habe einen sehr disziplinierten und fleißigen Eindruck von meinen Psychologie-Kommilitonen! In der Einführungswoche habe ich damit gerechnet, dass viele auch während des Semesters täglich ausgehen…ist aber tatsächlich kaum so! Ich weiß nicht, ob das an meinem Studienfach, an der generellen Einstellung der Studenten heutzutage oder an der vorläufigen Panik etwas zu verpassen liegt…aber wir scheinen wohl bezogen auf diesen Aspekt sehr gesittete Studenten zu sein! Ändert aber nichts daran, dass ich mit den richtigen Personen ab und zu das Tanzbein schwingen gehe, denn ich finde, neben dem Studium sollte man auch noch ein Leben haben, und irgendwo muss man seine Energie auch rauslassen! 😉 Ansonsten existiert bisher (noch) ein sehr geringer Anteil an Freizeit, den ich aber total gerne bei meinen Freunden verbringe und wir gemeinsame Theaterabende, Teetreffen oder Pilates und andere hippen Sportarten zusammen zelebrieren. Besonders, wenn man weit von Zuhause weg wohnt nehmen Freunde meines Eindrucks nach nochmal eine ganz andere Position in seinem Leben ein, was auch unheimlich schön sein kann! 🙂


 

Ich könnte dir noch so lange weiter vom Studentenleben erzählen, aber ich belasse es jetzt erst einmal bei den Punkten, die mir am offensichtlichsten und schwerwiegendsten erscheinen, damit du wenigstens schon einmal einen kleinen Überblick bekommst. Lange, lange Zeit habe ich auf mein Studentenleben hingefiebert, da ich von allen Ecken gesagt bekommen habe, dass das Studium die beste Zeit im Leben sein soll. Dazu kann ich selber natürlich noch nichts sagen, weil ich außer Schule noch keinen Vergleich habe, aber was ich sagen kann, ist, dass der Studentenalltag verdammt cool ist!

So, und jetzt wünsche ich dir auch noch einmal ganz schöne und entspannte Weihnachtstage und hoffe, du kannst mit deinen Liebsten einfach nur ein paar gemütliche Stunden fern vom Alltag, deiner Arbeit, Schule oder auch dem Studium (wo wir wieder beim Thema wären 😉 ) genießen. Bis ganz bald!

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