Tipps um fit zu werden

Jeder wäre gerne fit und nur die wenigsten sind mit ihrer Fitness zufrieden. Aber was ist Fitness überhaupt? Ich denke, das definiert jeder Mensch anders. Fitness hat für mich nicht in erster Linie etwas mit Aussehen zu tun. Für mich ist man dann fit, wenn man sich lebendig fühlt und der eigene Körper auch größeren Herausforderungen gewachsen ist. Das Aussehen ist natürlich eine sehr positive Begleiterscheinung, sollte aber in meinen Augen nicht als  alleiniger Maßstab für die Fitness dienen. Hier kann man auch noch viel weiter gehen und zunächst zwischen geistiger und körperlicher Fitness unterscheiden. Wägt man alleine schon Unterschiede und Gemeinsamkeiten der körperlichen und geistigen Fitness ab, so sieht man, dass die sehr unterschiedlich erscheinenden Varianten von Fitness sich doch in einigen Punkten überschneiden und komplettieren, und man daher das allgemein formulierte Ziel „fitter zu werden“ mit einem durchdachten Ansatz deutlich besser und fokussierter erreichen kann! Klingt kompliziert? Ist es aber nicht, eher im Gegenteil! 🙂 In den nächsten Punkten werde ich versuchen, dir den Inhalt möglichst verständlich zu veranschaulichen. So kannst du dir am Ende besser ein Bild davon machen, wie viele einzelne Aspekte wirklich die Fitness beeinflussen können, und wie bestimmte Vorhaben dich näher an dein Ziel bringen können. Viel Spaß! 😉

Dazu möchte ich noch sagen, dass ich keine Fitnesstrainerin oder dergleichen bin und die Tipps lediglich aus meinen eigenen Erfahrungen resultieren. Ich hoffe, sie bringen dich weiter und ich bin gespannt von deinen persönlichen Erfahrungen zu hören! 


geistige und körperliche Fitness – Unterschiede und Überschneidungen

geistige Fitness

  • erfordert genügend Schlaf/einen ausgeruhten und erholten Zustand
  • erfordert häufig einen Zustand von Ruhe und Konzentration
  • ist ausbaufähig und kann bei Förderung erweitert werden
  • wird von jedem Menschen auf verschiedene Weise trainiert und erarbeitet
  • macht uns zu einem eigenständigen und reflektierten Individuum
  • erfordert einen pfleglichen Umgang seiner Selbst
  • unterstützt eine positive Selbstwahrnehmung und ein ausgebildetes Selbsbewusstsein

körperliche Fitness

  • erfordert genügend Schlaf/einen ausgeruhten und erholten Zustand
  • erfordert einen pfleglichen Umgang seiner Selbst
  • ist ausbaufähig und kann bei Förderung erweitert werden
  • wird von jedem Menschen auf verschiedene Weise trainiert und erarbeitet
  • macht uns mobil und ermöglicht uns die Umgebung zu entdecken und Erfahrungen zu machen
  • unterstützt eine positive Selbstwahrnehmung und ein ausgebildetes Selbstbewusstsein

grün markiert = Überschneidungen


Fazit

Ich bin mir sicher, würde ich weitere Überlegungen anstellen, so würden mir noch zahlreiche weitere Aspekte einfallen, aber ich denke, die Kernaussage ist deutlich geworden: Geistige und körperliche Gesundheit und Fitness gehen ineinander über. Das eine ohne das andere? Schwierig. Positiv ausgedrückt: Wenn wir sowohl an unserer geistigen als an unserer körperlichen Fitness arbeiten, haben  wir eine Großzahl der menschlichen Bedürfnisse abgedeckt und kommen dem Ziel, mit sich selber zufrieden und im Reinen zu sein ein bedeutendes Stück näher! Man sieht also: Der Aufwand lohnt sich! 🙂



Praxistipps zum fit werden

Nachdem ich nun geschildert habe, warum die Fitness nicht nur mit Sportübungen einhergeht, es sondern auch einer gewissen geistigen Einstellung bedarf, sodass ein stimmiges Gesamtbild entsteht, werde ich dir nun ein paar direkte Tipps mit auf den Weg geben, damit du dem allgemeinen Zustand des „fit-seins“ näher und näher kommst. Sei also nicht überrascht, wenn es sich nicht nur um Sport- und Ernährungstipps handelt, sondern auch um eher alltägliche Rituale, die ja, wie oben bereits erarbeitet, auch erheblich zur Fitness beitragen. Weitere Anregungen heiße ich sehr gerne willkommen, denn auch ich bin stetig auf der Suche, welche Schritte ich meiner etwas anderen „Fitnessroutine“ hinzufügen kann. 🙂


♦ die richtige Sportart ♦

Du willst jetzt endlich mal mit Sport durchstarten. Schön, sehr schön! Bleibt nur die Frage, welcher! Bist du kerngesund und hast nirgendwo beispielsweise Muskelbeschwerden, dann nimm dir doch einfach den Luxus heraus, und übe genau die Sportart aus, die dir am meisten Freude bereitet. Das ist so naheliegend, wird aber doch oft verdrängt! Warum solltest du dich, wenn du joggen abscheulich hasst, zwingen, vermehrt die Woche laufen zu gehen, nur weil es einfach die Sportart ist, der es am wenigsten Aufwand bedarf (mit wenig Aufwand meine ich: jeder hat Turnschuhe, man kann quasi überall joggen..)? Dann lieber ein wenig Aufwand in Kauf nehmen und sich erkundigen, wo und wann Kurse, die dich wirklich interessieren, angeboten werden. Es gibt eine Vielzahl von Sportarten und die verschiedensten Variationen- nimm dir ruhig mal richtig Zeit, und suche dir genau das heraus, was sich für dich am interessantesten und passendsten anhört. Nur dann hast du die Chance wirklich in dieser Sportart aufzugehen, und womöglich immer besser zu werden.

♦ Trainingspartner suchen ♦

Mit einem Trainingspartner machen zahlreiche Sporteinheiten viel mehr Spaß. (So zumindest meine Meinung) Wer dein Trainingspartner sein soll ist dir dabei natürlich ganz überlassen! Am besten natürlich eine Person, die selber für den Sport brennt und dieselben Sportarten wie du ausübt. Suchst du dir jemanden aus, der ständig unmotiviert ist, wird dich das wahrscheinlich eher herunter ziehen, als dass es dir irgendetwas bringt. Letztes Jahr bin ich immer mit einer super lieben Freundin wöchentlich in denselben Kurs im Fitnessstudio gegangen. Was das bewirkt hat: Wir hatten eine super Zeit,außerdem: So gute Laune hatte ich beim Sport selten, wir sind tatsächlich sehr regelmäßig zu dem Kurs gegangen, weil niemand den anderen versetzen wollte und wir haben gemeinsam neue Sportarten und Übungen kennengelernt. Es war wirklich super! Wir haben es so gehandhabt, dass sonst jeder alleine nach seinem Trainingsplan trainiert hat, weil diese sich sehr deutlich unterschieden haben und man sonst nur unnötig aufeinander gewartet hätte, aber die Kurse haben wir zusammen unsicher gemacht. Nur zu empfehlen!

♦ Pausen einlegen ♦

Hast du dir ein Ziel gesetzt? Möchtest du in drei Monaten so aussehen, wie die Frau in der hippen Zeitschrift und bist dir jetzt ganz sicher, du wirst alles tun, um die nächsten drei Monate deine Ernährung und deinen Sport strikt nach Plan durchzuziehen? ..Hey! Halt hol mal erstmal tief Luft! Ich weiß, es ist verlockend, in kurzer Zeit an sein Ziel zu gelangen, aber in den meisten Fällen scheitert es gerade daran, dass man sich in viel zu kurzem Zeitraum viel zu viel vornimmt, es dann nicht einhalten kann und dann frustriert ist. Das muss doch wirklich nicht sein, oder? Dann lieber öfter mal ein paar Pausen einlegen, oder einen Gang zurück schalten und erst nach einer größeren Zeitspanne an das Ziel gelangen. Und ist es nicht genau dann viel naheliegender, dass man sein Fitnesslevel halten kann? Denn, wenn du nicht so gestresst und unter Druck an dein Vorhaben ran gehst, dann kannst du dich vermutlich auch viel besser mit deinen kleinen Umstellungen anfreunden, sie werden im besten Fall Teil deiner Routine, und selbst, wenn du dein Ziel erreicht haben solltest, wirst du vermutlich nicht so schnell aufhören.

♦ variieren ♦

Auf Dauer dieselben Sportübungen oder dasselbe Essen? Gääähn, das ist einfach nur langweilig und macht nur den wenigsten Spaß! Kleine Variationen können oft schon großes bewirken und sollten von Zeit zu Zeit auf jeden Fall eingebaut werden. Sei es mal ein Sprint beim joggen, oder mal ein gesunder Schokohaferbrei anstatt der „natur“ Variante. Abwechslung bringt Spaß und macht, dass man sich an etwas nicht so schnell absieht. Zu empfehlen ist, die Abwechslung schon einzubauen, bevor man einen Durchhänger hat. Dann muss man gar nicht erst die Kraft und Motivation aufwänden, um sich aus einem Motivationsloch wieder hoch zu kämpfen.

♦ gesunde Ernährung ♦

Redet man über Fitness, dann darf die gesunde Ernährung nicht fehlen. Und auch das gilt wieder für die körperliche UND für die geistige Fitness! Wir brauchen Energie, um uns zu konzentrieren und Leistungen abzuliefern! Der Schlüssel sollte darin liegen, nicht unbedingt weniger, aber gesünder zu essen! Gesunde Ernährung kann wirklich viel Spaß machen! Das Essen ist nicht nur bunter und alleine der Anblick macht gute Laune, nein, der wohl ausschlaggebendste Anreiz: Ernährt man sich gesund, so fühlt man sich vitaler, aktiver und unternehmungslustiger. Was gesunde Ernährung für mich ist, erfährst du in diesem Artikel: http://kitchblog.de/index.php/food/gesunde-ernaehrung/

♦ Alkoholkonsum reduzieren ♦

Alkohol ist, und das dürfte jedem bekannt sein, ungesund und nur in Maßen zu konsumieren. Er enthält nicht nur viele Kalorien, sondern kann auch tatsächlich den Fettabbau auf negative Weise beeinträchtigen. (weitere Details findet ihr z.B. auf Fachseiten im Internet, doch die genannte Information wollte ich euch nicht vorenthalten.) Oft hilft es schon, den Konsum etwas einzuschränken und zu reduzieren. Wenn man Alkohol konsumiert sollte man sich seinen Auswirkungen bewusst sein und diese nicht einfach ausblenden.

♦ nicht übertreiben ♦

Du bist jetzt wieder voll auf den Sporttrip aufgesprungen und kein Workout wird verpasst? Das klingt zwar an sich sehr gut und erfolgversprechend, aber frage dich einmal diese beiden Fragen: Hast du Spaß dabei? Lautet die Antwort ja, dann scheint alles im grünen Bereich zu sein. Lautet die Antwort nein, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass du dir zu viel vorgenommen hast, du unzufrieden und überfordert bist und nach einer kurzen Zeit diese Sportroutine über Bord werfen wirst. Schalt lieber einen Gang runter! Und die zweite Frage lautet: Denkst du noch an andere Sachen, als an Sport? Sportlich sein ist ja (sehr) schön und gut, aber es gibt nun mal noch andere Dinge, die darauf warten, erledigt zu werden. Ob du den Sport lange in so einem hohen Pesum beibehalten kannst, wenn du nebenbei gar nichts anderes schaffst bleibt da auch eher fragwürdig. Du wirst langsam merken: Man muss es irgendwie schaffen, die goldene Mitte zu finden, der Weg, der für einen selber perfekt passt. Ich würde sagen, das ist die perfekte Voraussetzung, und das kann man wirklich auf so ziemlich alles übertragen. Wo wir schon dabei wären, man kann das mit dem Übertreiben auch auf das Essen beziehen. Es ist nicht ungewöhnlich, dass man am Anfang einer Ernährungsumstellung total motiviert ist, was ja auch nicht schlecht ist, aber übertreib es hier nicht! Immer wichtig: GENUG essen! Und ausgewogen, es geht nicht darum, nur Obst und Gemüse zu essen. Es lohnt sich, sich immer die Frage vor Augen zu halten: Möchte ich das über einen längeren Zeitraum wirklich so beibehalten?

♦ gönnen ♦

„Gönnen“-dieses Wort klingt schon fälschlicherweise danach, dass man sich etwas eigentlich strikt verbietet und zu ganz bestimmten Anlässen dann doch erlaubt. So negativ behaftet soll das aber nicht gemeint sein. Ich will dir damit eher sagen, dass du dir eigentlich gar nichts verbieten solltest und du ganz im Gegenteil ziemlich regelmäßig kleine Seelenschmeichler-Rituale in dein Leben einbauen solltest. Damit ist nicht nur das naheliegende Beispiel mit einer moderaten Portion Schokolade von Zeit zu Zeit gemeint. Damit sind auch entspannende Tätigkeiten wie lesen, oder ins Kino gehen oder gemeinsam ausgiebig kochen und eine ausgedehnte Körperpflege mit allem drum und dran gemeint. „Gönn“ dir auch sowas mal! Du musst nicht nur funktionieren, nicht nur Glanzleistungen in der Arbeit/Studium oder beim Sport zeigen, du darfst und sollst dir auch mal etwas Gutes tun. Schau dir nur an, was dein Körper für Herausforderungen meistert und zähle, wie viele tausende Gedanken dir täglich durch den Kopf schwirren! Einen Moment Ruhe und einen kleinen Kurzurlaub in Gedanken mit all dem was dir gut tut hast du dir wirklich verdient!

♦ mind. 7-8h Schlaf ♦

Damit wir körperlich und geistig fit sind, ist genug Schlaf erforderlich! Unausgeschlafen lässt sich auf Dauer alles nur halbherzig erledigen, besonders körperliche Anstrengungen! Unser Körper braucht diese Ruhepausen, und es ist wichtig, dass wir ihm diese regelmäßig geben. Am einfach ist es einfach, eine feste Schlafenszeit festzulegen, und dieser ansatzweise täglich nachzugehen. Dein Körper wird dir sicherlich danken. Und wer ist schon gerne müde?

♦ sich nicht von der Waage abhängig machen ♦

Egal, ob du zu- abnehmen oder dein Gewicht halten möchtest, ich empfehle dir, dich nicht von der Zahl auf deiner Waage abhängig zu machen. Besonders, wenn du jetzt über einen längeren Zeitraum Sport betrieben hast, kann es sein, dass sich Fett in Muskeln umgewandelt hat, und es ist ja bekannt, dass 1kg Muskeln ein geringeres Volumen aufweist, als 1kg Fett. Die Zahl auf der Waage ist also eigentlich nur ein ziemlich oberflächlicher Wert.

♦ Sozialleben ♦

Bleibt dir neben Sport und dem frischen Kochen auch noch genug Zeit für deine Freunde und deine Familie? Das ist sehr wichtig! Du willst ja schließlich nicht nur sportlich und fit sein, sondern auch glücklich! Es ist zwar oft schwierig, wirklich alles unter einen Hut zu bekommen, aber an Zeit mit Freunden oder Familie sollte wirklich nicht gespart werden! Die beeinflussen deine geistige Fitness definitiv auch positiv! Bei Freunden/Familie kann man außerdem oft Kraft schöpfen und tiefgründige Gespräche und Zuspruch können einen oft viel positiver auf Dinge schauen lassen und wir können uns zu schwerwiegenden Entscheidungen eine zweite Meinung einholen. Auch den Gegenüber zu unterstützen und zu motivieren macht uns zu einem zufriedeneren und glücklicheren Menschen. Das ist doch mal alle Male jede Minute wert!

♦ Ordnung ♦

Dein Ziel „fitter“ zu werden erfordert an einigen Punkten einen durchdachten Ablauf. Für die gesunde Ernährung brauchst du Rezeptideen (oder eine blühende Fantasie), damit mit dem Sport auch alles andere nicht zu kurz kommt bedarf es einer durchdachten Zeitplanung, außerdem Momente für ein paar Pausen… du siehst, dass sind einige Punkte, die man relativ gut planen und durchblicken muss. Damit dir die Ordnung in den Gedanken leichter fallen kann ist es hilfreich auch im „Sichtbaren“ für Ordnung zu sorgen. Eine aufgeräumte Wohnung, ein Terminplaner, eine aufgeräumte Küche – das alles erleichtert es dir nicht nur, besser planen zu können und den Durchblick zu bewahren, das macht auch mehr Spaß! Und sobald man sich erstmal daran gewöhnt hat, seine Umgebung ordentlich zu halten fällt einem das auch oft leichter. Ich bin ja der Meinung: Herrscht Ordnung in den vier Wänden, dann fällt die Ordnung im Kopf auch leichter, aber wer weiß? 😉


Unterschrift

Schreibe einen Kommentar