Eine Woche in le Bugue

„Le Bugue“ was ist das denn? Tja, le Bugue ist ein wunderschönes kleines Örtchen von dem man in der Umgebung rundherum tolle Landschaften, interessante Städte, zahlreiche Grotten und Felsen besichtigen kann. „Le Bugue“ befindet sich im Südwesten von Frankreich in dem Département der „Dordogne“, etwa drei Stunden vom Atlantik entfernt. In der direkten Nähe befinden sich die beiden Flüsse „Vézère“ und der „Dordogne“. Mein Freund und ich haben hier eine Woche auf einem Zeltplatz verbracht und waren so positiv von der Gegend überrascht, dass wir gar nicht mehr fahren wollten! Ein kleiner Einblick lohnt sich also auf alle Fälle! 🙂

Ich werde euch hier wieder den Ablauf der Woche dokumentieren, damit ihr euch verbildlichen könnt, was man alles in dieser Gegend erleben kann, die doch noch (besonders bei den Deutschen) sehr unbekannt erscheint. Uns Beiden ist aufgefallen, dass es auf dem Campingplatz überwiegend Franzosen gab.. es scheint also so, als hätten wir uns den perfekten Geheimtipp Frankreichs für einen entspannten Urlaub ergattert! 🙂

Montag – 1. Urlaubstag

Den Montag kann man eigentlich gar nicht wirklich als „Urlaubstag“ bezeichnen, denn nachdem wir nach 12 Stunden Fahrt um circa 19:00 Uhr angekommen sind, haben wir wirklich nur noch das Zelt aufgebaut. Einen Tipp kann ich dir geben: wenn du mit einem geliehenen Zelt verreist, dann baue das Zelt mindestens einmal beispielsweise in einem Garten auf Probe auf, insbesonderen wenn es sich um ein älteres Modell handelt, was sich leider nicht von selber aufbaut, wenn man es in die Luft schmeißt  😉

Dienstag – 2. Urlaubstag

Den Dienstag haben wir erstmal mit einem Besuch auf dem marché (=Markt) in le Bugue begonnen. Denn was ist ein passenderer Beginn für einen wunderbaren Frankreichurlaub als ein ausgiebiges Frühstück mit frischem Baguette vom Markt?

Danach haben wir leider zunächst erfolglos nach einem Badeort an der Vézère gesucht, was wir dann allerdings nur wenige Tage später nachgeholt haben. So haben wir uns also einen entspannten Pooltag gemacht, an einem glücklicherweise noch recht leerem Campingplatz, da die Schulferien erst Mitte der Woche in Frankreich begonnen haben. Das war auch mal schön nach so einer doch recht langen Anreise! 🙂

Mittwoch – 3. Urlaubstag

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In Tursac kann man einen ganz besonderen Anblick bewundern: Hier haben die Menschen vor hunderten wenn nicht  gar tausenden von Jahren ihre Häuser in den Stein gemeißelt! Geblieben ist ein einzigartiger Anblick, der sehr gut erhalten ist. Das Ganze kann man sogar auf der Ebene der in Stein gemeißelten Häuser begutachten, wenn man in das prähistorische Museum geht, welches für Schüler und Studenten bis zu 24 Jahren sogar kostenlos ist! Das haben wir uns natürlich nicht zweimal sagen lassen und haben die Häuser aus nächster Nähe angeschaut und und die Werkzeuge, Höhlenmalereien und noch vieles begutachtet.

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Passend zu dem vorherigen Erlebnis haben wir uns anschließend noch den „Roc de Carzelles“angeschaut, denn hier konnte man sich auch das Innere der früher genutzten Behausungen anschauen. Bei dieser Attraktion wurde mit nachgestellten Figuren, die alle eine verschiedene Situation des Alltags früher darstellten, sehr anschaulich gezeigt, wie die Menschen damals gelebt haben. Besonders für Kinder wäre diese Attraktion gut geeignet! Uns hat es jedoch auch gut gefallen, und wir waren der Meinung, dass wenn man schon in dieser für Grotten und Fels- typischen Umgebung seinen Urlaub verbringt, man so etwas auch gesehen haben muss! (Preis: Student 7€ )

Donnerstag – 4. Urlaubstag

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Was darf noch nicht fehlen bei einem Urlaub an der Vézère? Na klar, Kanu fahren! Zugegeben, wir hätten es uns nicht so anstrengend vorgestellt und waren dann doch froh, dass wir die Strecke, die zwei Stunden und nicht die Strecke, die mit 4 Stunden ausgezeichnet war, genommen haben. Nachdem wir unsere anfänglichen Lenkschwierigkeiten in den Griff bekommen haben und nicht mehr in Serpentinen-Linien über den Fluss gewandelt sind, hat es dann doch echt super geklappt und auch viel Spaß gemacht! Das war ein echt tolles Erlebnis und ist auf jeden Fall empfehlenswert!

Nach unserem Kanutrip sind wir dann an der Endstation „Sors“ angekommen, wo wir später auch abgeholt wurden und zurück zu unserem Ausgangspunkt gekommen sind. Da hatten wir doch endlich einen Badeort an der Vézère gefunden und nun hatten wir keine Schwimmsachen dabei! Da haben wir direkt beschlossen: An einem anderen Tag kommen wir wieder hierher!

Abends war dann das Europameisterschafts-Halbfinale Frankreich gegen Deutschland! Da lag natürlich eine besondere Stimmung bei uns auf dem Campingplatz in der Luft, zumal Frankreich ja auch noch der Gastgeber der EM war und eine Niederlage nicht gerade einfach zu ertragen wäre. Zwar hat Deutschland verloren, doch das war nur Grund umso mehr für den Radiomoderator von Radio bleu Périgord,von uns fast einzigen Deutschen auf dem ganzen Campingplatz ein Interview fürs Radio zu erhaschen. Das war vielleicht aufregend! 😀 ich glaube, mehr als „Super“ „bien sûr“ und „allez les bleus“ habe ich nicht raus gebracht, aber dieser Abend wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben!

Freitag – 5. Urlaubstag

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Immer noch bin ich am Überlegen ob ich Bordeaux nicht eine eigene Seite widmen soll! Es war wirklich so ein schöner Tagesausflug, die Stadt hat uns außerordentlich gut gefallen! Schon der Weg in die Stadt hinein über die Brücke St. Pierre bietet eine Hammer Aussicht! Die Stadt ist in sich so stimmig, der Altbau so wunderschön und alles sauber und gepflegt! Die Architektur ist der Wahnsinn! Und die einzelnen Sehenswürdigkeiten fügen sich perfekt in das Stadtbild ein und machen einzelne Flecken der Stadt nur noch interessanter und sehenswerter!

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!große Weiterempfehlung! 

Am Abend haben wir dann tatsächlich noch ein bisschen das Tanzbein beim „soirée de danse“ geschwungen und sind dann sind wir wirklich todmüde ins Bett gefallen! 🙂

Samstag – 6. Urlaubstag

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Am Samstag wollten wir es nochmal ein bisschen ruhiger angehen. Wir haben unseren Tag auf dem marché in Sarlat gestartet. Der Markt ist wirklich schön und auch sehr groß! Hier findet man alles! Von Klamotten über Accessoires und selbstverständlich auch die Spezialitäten der Gegend. Unter den Spezialitäten gibt es das besonders typische „Foie Gras“ = Gänseleber, (überall in der Gegend kann man auch die Höfe besichtigen, was ich allerdings dankend abgelehnt habe 😀 ) außerdem Nussöle, besonders beliebt das Walnussöl, außerdem Honig und Marmelade der Region und natürlich Honig und Käse.

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Am Nachmittag haben wir dann einen „Strandtag“ in Sors eingelegt, und haben ordentlich in der Sonne geknuspert! Ein bisschen mehr Sonnencreme hätte da ehrlich gesagt nicht geschadet. Aber bei über 30°C jeden, und ja wirklich jeden einzelnen Tag haben wir mit dem minimalen Sonnenbrand nach diesem Tag noch wirklich Glück gehabt, also immer schön aufpassen mit der Sonne! Kappen waren unser täglicher Begleiter. Übrigens ist die Strömung im Fluss doch stärker, als man sich es von außen betrachtet vorstellt! Aber wenn man das alles beachtet, dann hat man an diesem süßen Plätzchen echt einen schönen entspannten Tag! 🙂

Sonntag – 7. Urlaubstag

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Am Sonnatg, dem letzten Urlaubstag haben wir unser absolutes Highlight erlebt! Eigentlich wollten wir „nur“ in einen Kletterpark, aber dann haben wir, beziehungsweise mein Freund, eine richtige Entdeckung gemacht: „les jardins de marqueyssac“, übersetzt die hängenden Gärten von Marqueyssac. Auf Felsen erhoben befinden sich eine atemberaubende Park- und Gartenanlage, ein wunderbarer Aussichtspunkt auf dem man auf die ganze Gegend blicken kann und eine Kletteranlage direkt am Felsen! Es war der Wahnsinn! Ganz zu schweigen vom Eintritt, der für alle Aktivitäten inklusive nur 8.80€ gekostet hat! Vom Kletterpark haben wir uns daher nicht viel erwartet, doch wir wurden von etwas besserem belehrt: sehr moderne Ausrüstung, die einem einfach so zur Verfügung gestellt wird und ein wirklich schweißtreibender Parcours! Das war vielleicht eine Überraschung, so viel Respekt vor einem Kletterparcours hatte ich wirklich noch nie! Allerdings lohnt es sich wirklich, es war noch ein angenehmer Nervenkitzel! 😀 Diese Gärten sind wirklich die größte Empfehlung an jeden Naturfreund und/oder Adrenalinjunkie – hier kann man den ganzen Tag verbringen!

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