10 Tage in Marokko

Genau vor einer Woche bin ich nun also aus Marokko zurückgekommen und genauso lange habe ich mindestens gebraucht, um die ganzen Eindrücke zu reflektieren und meine Gedanken noch mal richtig zu sortieren. Ich, die bisher erst in Europa und Amerika umhergereist bin, war total überrascht, wie anders das Leben dort so ist! Es ist echt der Wahnsinn: Man fliegt knapp dreieinhalb Stunden und kommt wirklich in einer ganz ganz anderen Welt an. In diesem Artikel berichte ich dir darüber, was wir an den einzelnen Tagen unternommen haben, und was mir in Marokko besonders aufgefallen ist.

Tag 1 – Montag 08.08.2016

Am Montag sollte unsere Reise nun also losgehen. Wir sind von Brüssel aus nach Casablanca geflogen und von Casablanca nach Marrakesch. Einzelheiten werde ich hier nicht erwähnen, denn in dem Artikel „die ersten Tage in Marrakesch“ http://kitchblog.de/index.php/2016/08/09/die-ersten-tage-in-marrakesch/ habe ich bereits viel über die Anreise geschrieben. Aber meinen ersten Eindruck von der Stadt will ich euch hier mitteilen: Der Flughafen ist nur knapp eine Viertelstunde mit dem Taxi von der Innenstadt entfernt und am Ende der Fahrt setzte uns der Fahrer mitten im Herz von Marrakesch auf dem tobenden Markt „Djemaa el Fnar“ ab. Ich habe so etwas noch nie gesehen! Ich habe mir zuvor Bilder angeschaut und war gespannt, wie es denn sein kann, dass ein Platz auf Grund seiner riesigen Menschenansammlungen zu einem Weltkulturerbe gekürt werden kann…und dann war ich mitten drin! Überall sind verkaufstüchtige Händler, die einem ihre „besonders tolle, qualitative, außergewöhnliche“ Ware zu einem „unglaublichen Spitzenpreis und nur für sie Madame!“ anbieten wollen. Soweit das Auge reicht kleine Grüppchen, die Märchenerzähler, Trommler, Tänzer, Schlangenbeschwörer oder ähnliche Attraktionen umkreisen. Langsam komme ich mir ziemlich klein und ein bisschen wie ein graues Mäuschen vor. Ich bin glücklich, dass ich nicht alleine bin, denn abgesehen davon, dass ich noch nicht einmal weiß, wo ich hinschauen soll habe ich natürlich auch keine Ahnung, wo lang es gehen soll. So trinken wir nur noch schnell einen erfrischenden Orangensaft und gehen Richtung Hotel. (Meinen Rucksack habe ich dezent panisch umklammert und mir sieht wohl jeder Mensch an, dass ich Tourist bin. 😀 Aber das kann man hier sowieso nicht lange verstecken). Nach der turbulenten Reise bin ich, selbst als ich endlich im Hotel angekommen bin (was wirklich der Himmel auf Erden ist) noch nicht einmal müde- ich bin völlig eingenommen von dem bunten Leben auf dem Markt. Die Musik und das Geschrei der Händler bleiben in meinen Ohren noch lange zu hören und begleiten mich bis ich dann doch endlich einschlafen kann…

X3ML9773 X3ML9752

Tag 2 – Dienstag 09.08.2016

Ausgeschlafen ist anders aber bei dem Anblick des Frühstücks bin ich doch froh schon aus dem Bett gesprungen zu sein. Überhaupt: unsere Bleibe ist einfach nur wunderbar, die Menschen sind unfassbar nett und zuvorkommend und das für mich Erstaunlichste: Man hört nichts. Es herrscht eine vollkommene Ruhe, und das, obwohl wir uns nicht mal 500 Meter von dem Marktplatz befinden! Den Tag gehen wir dann relativ ruhig an. Am frühen Mittag spazieren wir durch die kleinen Gassen mit den zahlreichen Ständen, um die „Tour de Bonjour“ zu erledigen. Manni, mit dem ich reise, hat hier jahrelang gelebt und kennt hier viele Menschen und natürlich gehört es sich, allen Freunden Hallo zu sagen, wenn man lange nicht mehr da war. 🙂 Wir trinken also ein paar Tässchen Tee hier und da und gehen dann weiter um eine Bestellung bei dem Schneider in Auftrag zu geben. Ich frage mich, ob, wie angekündigt in einer Woche wohl wirklich das dabei herauskommen wird, was bestellt wurde. Auf mich wirkt alles eher durcheinander und improvisiert. Kassen werden ersetzt durch Taschenrechner und Kaufbelege existieren erst gar nicht. Das hat jedoch auch einen ganz besonderen Charme. Außerdem werden die Klamotten hier beim Schneider auf Wunsch und Maß angefertigt und in den Läden arbeiten oft verschiedene Generationen der Familie. Da ist H&M doch schon etwas ganz anderes, obwohl man sagen muss, dass die Preise der endgültigen Klamotten sich sehr nahe kommen.

Nachdem wir dann eine Siesta gehalten haben, begeben wir uns auf die Such nach einem Taxifahrer, der uns am kommenden Tag eine 8 stündige Strecke Richtung Wüste kutschieren soll. Auch hier ist Verhandeln schon gefragt. Und so kommt es, dass wir für die Reise am Ende 150 Euro statt 200 Euro bezahlen müssen. Heute machen wir nichts mehr als schlafen, denn morgen haben wir eine lange Reise vor uns!

X3ML9742 RAK Annas Pics 24

Rak3 Rak4 Rak2

Tag 3 – Mittwoch 10.08.2016

Nach circa einer Schockviertelstunde, in der wir befürchten, unser Fahrer habe uns endgültig versetzt, kommt uns dann doch noch das Taxi, allerdings mit einem anderen Fahrer, als am Vortag vereinbart, entgegen. Dass das keine Seltenheit ist haben wir schon vorher erfahren, jedoch waren wir trotzdem ein wenig erstaunt, da am Vortag klipp und klar ausgemacht war, dass uns ein gewisser Mann fährt. Das hat sich jedoch nicht negativ auf die Fahrt ausgewirkt. Die 8 Stunden sind schneller umgegangen als gedacht und ein paar kleine Zwischenstopps in kleinen Bergdörfchen haben das ein oder andere Highlight gesetzt. Erstaunt war ich, dass die Wüstengegend, als wir da waren, gar nicht mal wärmer war, als Marrakesch selber…vermutlich wird’s am Wind gelegen haben. Ich war dann auch sehr froh, als wir endlich, nachdem wir am Ende dann doch nochmal für das restliche Stück das Taxi wechseln mussten, unser Ziel erreicht haben: Da standen sie auch schon- Unser Guide, der Chamelier und die Kamele. Dann sind wir nur noch ein ganz kleines Stück gelaufen, (denn es war schon 20:00 Uhr) haben uns dann in unserem frisch errichteten Lager niedergelassen, haben gegessen und geschlafen. Mitten in der Wüste, unter freiem Himmel. Ohne Zelt, ohne Luftmatratze, nur auf und unter ein paar Kameldecken. Wirklich einzigartig!

X3ML9822 X3ML9814

Tag 4 – Donnerstag 11.08.2016

Um circa halb sieben war unsere Nacht dann auch schon wieder zu Ende, denn es wird schnell hell und bei dem Anblick schafft man es auch nicht lange, die Augen geschlossen zu halten. Leider ist der Tag nicht ganz so verlaufen, wie anfangs ausgemalt, doch hierzu könnt ihr mehr in dem Artikel „Ein Abenteuertrip in der Sahara http://kitchblog.de/index.php/2016/08/14/ein-abenteuertrip-in-der-sahara/ lesen. Ich möchte dir jedoch noch ein paar andere Details geben, damit du dir den Wüstentrip besser vorstellen kannst: Unser einziges Gepäck war jeweils ein kleiner Rucksack mit einer Zahnbürste, Zahnpaste, Erfrischungstüchern, Deo, ein Tuch gegen die Sonne und außerdem hatte ich noch mein Kindle dabei. Sonst kann man dort nicht wirklich was gebrauchen. Unsere Guides nahmen unser Wasser mit (13 Flaschen zu zweit für nur 1,5 Tage!) und die restliche Verpflegung. So eine Tour ist wirklich das pure Leben in der Natur! Natürlich steht dort nirgendwo eine Dusche oder ein Klo, wie man es sonst so kennt, von daher war ich doch froh, dass meine erste Wüstentour nicht allzu lange war. Wer weiß, vielleicht werde ich ja irgendwann noch zum richtigen Adventure-Urlauber und schaffe auch eine Woche in der Wüste. 😀 Ansonsten ist ein Wüstentrip aber eine unglaublich friedliches und beeindruckendes Unternehmen! Gerade, wenn man gerade von einer unheimlich tosenden Reizüberflutung kommt ist das Gefühl der Ruhe der Wahnsinn, und kann den ein oder anderen schon mal ziemlich umhauen… Es ist aber eine tolle Chance, sich mal nur auf sich selber zu konzentrieren und sich von unnötigen Gedanken zu befreien. Das Wandern in der Wüste hat eine fast meditative Wirkung, die ich sonst selten erlebt habe. Die Guides haben sich um alles gekümmert und uns, sei es mit dem Aufbauen der Lager oder dem Kochen zu jeder Tageszeit, wirklich verwöhnt.

X3ML9848 X3ML9843

X3ML9821 (2) X3ML9825

Tag 5 – Freitag 12.08.2016

Uns so schnell nimmt das Abenteuer auch schon wieder sein Ende. Nachdem wir festgestellt haben, dass es keinen Sinn machen würde, unter den Bedingungen eines Sandsturmes die ganze Strecke wieder zurück zu wandern, haben wir es uns dann nicht nehmen lassen dann noch einmal mit einem richtigen Wüstenjeep zu fahren. So durchgeschüttelt wurde ich echt noch nie! Ich hätte nicht erwartet, dass man jede Erhebung in so einem robusten Auto wirklich so stark merken würde. 😀 Danach war ich auch ganz schön kaputt und ich wäre fast in der Taxifahrt zu unserem Hotel, in Wüsten-Nähe, eingeschlafen. Hier haben wir dann auch nicht mehr viel gemacht. Ich habe versucht meine Lieben über das Internet zu erreichen, aber übers Internet zu telefonieren ist da echt nicht drin! In den ganzen Spots, die wir in Marokko gesehen haben, war das Internet immer so schlecht, das Facetime-Anrufe völlig utopisch waren. Was aber auch erklären würde, warum die Kinder und teils auch die Jugendlichen sich sehr viel draußen aufhalten. 🙂 Ich hatte also auch eine überwiegend Handy freie Zeit, was einem von Zeit zu Zeit auch mal ganz gut tut.

X3ML9835 X3ML9836

X3ML9871 X3ML9870

Tag 6 – Samstag 13.08.2016

Den Samstag haben wir dann zum Ausspannen auch noch in dem gemütlichen Hotel mit einem sehr schönen Pool verbracht. Einmal bin ich auch ins Wasser gehüpft und kann sagen, dass in Marokko die ersten Pools sind, die ungeheizt so warm sind, dass man sich stundenlang in ihnen aufhalten kann, ohne dass man anfängt zu frieren. (Nach so etwas habe ich immer gesucht! 😀 ) Am Nachmittag sind wir dann ein bisschen in eine Touristenfalle getappt. Wir dachten, wir würden uns einfach nur ein besonderes jüdisches Bauwerk anschauen gehen, wo man den Unterschied zwischen der alten und der neuen Architektur sieht, und im Endeffekt saßen wir dann mit einem Tee in einem Raum voller Schmuck und anderen Verkaufsprodukten, die wir allesamt nicht erwerben wollten. (und auch nicht haben.) Wir haben auch eine interessante Führung durch die Anlage bekommen, waren im Verkaufsraum jedoch etwas überrumpelt und man hat sich ziemlich unfreundlich gefühlt, nichts zu kaufen. Es ist anscheinend nicht selten, dass man in solchen Situationen landet, in denen man quasi verpflichtet scheint, etwas zu kaufen. Der Mann, der uns durch die Bauten geführt hat wollte im Endeffekt auch Geld dafür, (was wir uns im Vorhinein schon dachten und was für uns auch völlig in Ordnung war) aber es ist schon etwas blöd, wenn einem vorher nicht gesagt wird, wie viel man bezahlen soll und was auf einen zu kommt. Aber das konnten wir ja dann auch nicht mehr ändern und wir waren eher enttäuscht, als dass unser Geldbeutel dann darunter leiden musste. 😉 Auch an diesem Tag sind wir wieder früh ins Bett gegangen, denn am nächsten Tag ging es dann die acht Stunden zurück.

X3ML9854 X3ML9852

X3ML9863 X3ML9867 X3ML9855

Tag 7 – Sonntag 14.08.2016

Unfassbar aber wahr; schon sind wir den siebten Tag unterwegs! Heute verbringen wir den ganzen Tag auf den teils sehr holprigen Straßen, die gerade zu dieser Zeit irgendwie alle saniert werden. Auch Häuser werden überall gebaut. Besonders interessant finde ich, dass die neuen hellen Häuser hier in der Wüste scheinbar alle aus einem ganz simplen Gerüst von dunklen, fast schwarzen, Steinen bestehen, die dann einfach hell verputzt werden und ganz simpel mit aufgemalten Details und sonstigen Verzierungen ihren Charme erhalten. Viele Mosches werden hier nach demselben Prinzip erbaut. Ansonsten nehme ich während der Fahrt aber nicht sonderlich viel wahr, denn meine Augen sind an den vorherigen erlebnisreichen Tagen genug beschäftigt gewesen. 🙂 In unserem Hotel, dasselbe, welches wir schon bei der Ankunft in Marrakesch besucht haben, werfe ich mich auch heute nur noch ins Bett und schlafe ganz schnell ein, denn, wer hätte es gedacht, morgen geht es schon wieder ganz früh los. 😀

X3ML9788 X3ML9805

X3ML9799 X3ML9808

Tag 8 – Montag 15.08.2016

Es ist ungefähr neun Uhr, als wir schon wieder ins Taxi steigen. Dieses Mal allerdings in Richtung der Berge. Wir wollen nämlich in einem Bergdorf namens „Ourika“ einen Markt besuchen, wo die Einheimischen selber einkaufen gehen, und alles mitbringen, was sie selber produziert haben. Es ist mal wieder unglaublich, was hier los ist! Wir sind tatsächlich einer der einzigen Touristen und viele Verkäufer haben es deshalb besonders auf uns abgesehen. Davon abgesehen ist es aber auch mal schön, mehr in das Leben der Einheimischen eintauchen zu können, und zu sehen, was hier so verkauft wird. Erstaunlicherweise ist es dem, was in der Stadt angeboten wird ziemlich ähnlich, mit dem Unterschied, dass natürlich viele kitschige Kleinigkeiten und Souvenirs fehlen. Leider wird hier noch ganz anders mit den Tieren umgegangen, und ich habe es nicht sehr lange ausgehalten mir das anzuschauen…so haben wir uns also lieber ein bisschen vom Trubel entfernt und ich durfte früheren Geschichten und Erlebnissen aus Marrakesch lauschen, was meine Stimmung wieder deutlich erhellt hat. Wir befanden uns übrigens in einem kleinen Café direkt neben einem ausgetrockneten Flussbett, was man hier zu dieser Jahreszeit andauernd zu Gesicht bekommt. Überhaupt hat man, besonders in der Wüste, gelernt, dass Wasser kostbar ist und sogar, als wir schon im Hotel nahe der Wüste waren, kam nur ein ziemlich dürftiger Wasserstrahl aus der Leitung. In Deutschland vergisst man wirklich schnell, wie kostbar Wasser wirklich ist…in Marokko muss man dafür nur die Landschaft betrachten! Gegen Mittag sind wir dann weitergefahren und haben einen botanischen Garten besucht. Dazu habe ich auch schon Näheres in dem Artikel http://kitchblog.de/index.php/2016/08/15/montagsmode-n4-fantasiegarten/ berichtet. Da kannst du natürlich auch sehr gerne reinschauen! 🙂

Das war dann genug Action und den restlichen Tag haben wir eher im kühlen Hotel verbracht. 🙂

X3ML9811 X3ML9874

X3ML9875 X3ML9873

Tag 9 – Dienstag 16.08.2016

Am Dienstag haben wir mal wieder einen ruhigen Tag eingelegt. Mal nicht mit dem Taxi irgendwo hinfahren, sondern einfach in Marrakesch bleiben. Nach einem ausgedehnten Frühstück haben wir dann einen kleinen Stadtbummel unternommen und sind dann aber auch schon nach einer kurzen Zeit ins kühle Hotel geflüchtet, da die Temperaturen an dem Tag noch wärmer, als sowieso schon erschienen. Am Nachmittag haben wir es uns nicht nehmen lassen eine Kutschtour in einer der, besonders auf orientalisch und kitschig gemachten, Kutschen zu unternehmen. Hierbei haben wir den Königspalast aus der Nähe gesehen und außerdem auch das reichere Viertel, in denen auch Modeboutiquen wie „Louis Vuitton“ ihren Platz einnehmen. Unser eigentliches Ziel, der „parc majorelle“ hatte leider schon geschlossen, aber es war trotzdem ein besonderes und ziemlich lustiges Erlebnis. Du musst dir alleine schon vorstellen, dass die Kutschen einfach mitten in dem chaotischen Straßenverkehr fahren,genau da, wo Ampeln eine Seltenheit sind! Echt verrückt! 😀

X3ML9734 mköst

mköst2 X3ML9772

Tag 10 – Mittwoch 17.08.2016

Auf den Mittwoch habe ich mich besonders gefreut, denn da ging es für uns in ein kleines Städtchen am Meer. Nämlich genauer gesagt nach Essaouira. Ich liebe das Meer, und von daher war ich sofort Feuer und Flamme, als ich von diesem Plan gehört habe! 🙂 Essaouira ist bekannt für seinen Fischermarkt und man sieht zahlreiche Fischerboote. Auch die Stadt selber ist eine absolute Augenweide. Besonders die blauen charakteristischen Haustüren wirken wunderbar auf den hellen weißen Hausfassaden. Ein mediterranes Flair liegt in der Luft, und es sieht genauso aus, wie ich mir Griechenland immer vorgestellt habe! Typisch für Essaouira sind die kleinen Schatullen aus Zedernholz, die man an jeder Ecke für einen unglaublich günstigen Preis erwerben kann. Nach etwa zweieinhalb Stunden Aufenthalt haben wir uns dann auch schon wieder auf den Heimweg gemacht. Einen Zwischenstopp haben wir dann noch in einer „Coopérative“ gemacht, wo von einer Frauengruppe Arganöl hergestellt wird. Wir haben eine kleine Führung bekommen, die uns einen Einblick in die einzelnen Arbeitsschritte gegeben hat, und haben am Ende, weil uns die Produkte dieses Mal wirklich gut gefallen haben und die Frauen super sympathisch waren, ein paar Sachen mitgenommen. Die Produkte sind unfassbar teuer aber wirklich auch sehr qualitativ, und man sieht ja auch selber, wo und wie sie gemacht werden. Der Besuch hat sich meiner Meinung nach wirklich gelohnt, und ist auch quasi ein Muss, wenn man nach Marokko reist, wo das Arganöl Zuhause ist. 🙂

essa essa2

essa3 essa4

Tag 11 – Donnerstag 18-08.2016

Man mag es kaum glauben, aber es ist tatsächlich schon der letzte Urlaubstag angebrochen! Und auf welche Weise dieser angebrochen ist, ist wirklich der Wahnsinn! 😀 Geweckt wurde ich tatsächlich keine Minute später als um halb fünf Uhr morgens. Es war schon lange eine Überraschung für diesen Tag geplant und ich habe mir jeden tag den Kopf darüber zerbrochen, was diese Überraschung denn sein könnte. Als wir dann also noch ganz müde in der Früh auf dem, zum ersten Mal nicht belebten, Djemaa el Fnar standen und ein Taxi mit aufgedruckter Werbung vor uns hielt, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Auf dem Taxi war ein riesiger Heißluftballon abgebildet und mir dämmerte es langsam, dass wir tatsächlich bei Sonnenaufgang mitten in Marokko eine Heißluftballonfahrt machen würden, und so war es dann auch tatsächlich! 🙂 Und es war atemberaubend! Der Anblick der nicht in Worte fassbaren Aussicht in Kombination mit einem natürlich nur klitzekleinen Anflug von Müdigkeit (:D) hat in mir zunächst eine Art Schwindelgefühl ausgelöst, doch nach ein paar Minuten konnte ich das Ganze einfach nur noch genießen. Als wäre der Ausblick nicht sowieso schon unfassbar schön ging genau in der Stunde, in der wir in der Luft waren, die Sonne auf und tunkte die ganze Landschaft in ein malerisches orange rot. Unglaublich schön und ein unvergessliches Erlebnis. Die Eindrücke verarbeiteten wir dann erst einmal bei einem langen Frühstück bevor wir dann tatsächlich ein letztes Mal durch die Stadt gingen. Hier habe ich mich dann waghalsig dazu entschieden, mal alleine durch Marrakesch zu streifen! Für jeden, der noch nie dort war hört sich das jetzt wahrscheinlich alles andere als mutig und abenteuerlustig an, aber ich sage euch: Die Medina (= Innenstadt) von Marrakesch ist ein Labyrinth! Es gibt noch nicht einmal Stadtpläne! Und so kam es dann natürlich dazu, dass ich mich nach 5 Minuten prompt verlaufen habe. 😀 Das Wichtigste, so hatte Manni mir gesagt, ist es, den Weg vom großen Platz nach Hause zu kennen, denn diesen Platz kennt jeder Einheimische. Und so war es dann auch: Mit all meinen errungenen Shoppingschätzen, für die ich vermutlich viel zu viel Geld ausgegeben habe, und mich völlig über den Tischen ziehen lassen habe, stand ich tatsächlich 2 Stunden später unglaublich kaputt aber auch stolz wie Oskar vor dem Hotel. Das war für mich dann auch ein gelungenes Ende des Urlaubs in Marrakesch, denn so kann ich nun überall stolz behaupten: „Ich habe Marrakesch unsicher gemacht!“ und das sogar, wenn auch nur ein einziges Mal und auch nur für zwei Stündchen, ganz alleine. 😉 Danke Manni für diesen unvergesslichen Urlaub! Ich werde sicher noch ganz ganz oft von den einzelnen Erlebnissen und Begegnungen sprechen. Meine Reiselust ist definitiv geweckt und ich bin schon ganz gespannt, wo es mich als nächstes hin führt! 🙂

heißluftballon3 heißluftballon4

Unterschrift

1 Kommentar

  1. Manni sagt: Antworten

    Liebe Anna,
    wir hatten sowas ja schon geplant, seit Du ein Kind warst. Und nun ist es endlich passiert. Du warst mir eine unvergleichliche Reisebegleiterin. Bin stolz und froh, dass wir das zusammen erleben durften!

    Hau rein!

    Manni

Schreibe einen Kommentar